Vereinsgeschichte
"... schon Mitte der 80er Jahre riefen einige Soldaten und Offiziere der damaligen NVA eine Sportgruppe ins Leben, die sich mit einer vielseitigen Zweikampf-Ausbildung beschäftigte. Dies war damals jedoch sehr stark vom militärischen Zweikampf geprägt, erzählt Holger Schwanitz weiter. 1989, als der Karatesport offiziell in der damaligen DDR zugelassen wurde, spezialisierten sich die Sportfreunde, zu denen schon in jener Zeit nicht nur Armeeangehörige zählten, auf Shotokan-Karate. Das ist die am häufigsten praktizierte Karate-Art in Deutschland. Die Sportfreunde nabelten sich langsam vom Armee-Sportclub ab. Einen regelmäßigen Trainingsbetrieb gibt es seit 1989.
Schon 1990 schlossen sich die Salzunger dem Thüringer Verband an. Waren es damals knapp 30 Karate-Kämpfer, ..."
Das Jahr 1990
Offizielle Bezeichnung des Vereins war Armeesportverein (ASV) Karate-Club Bad Salzungen. Es waren 10 Mitglieder im Deutschen Karateverband e.V. gemeldet. Im Oktober des Jahres wurde der Verein Mitglied im Thüringer Karateverband (TKV). Trainiert wurden die Sportler von Gheorghe Giurgiu. Man versuchte sich auch schon auf einem großen Wettkampf, dem Sakura-Karate-Turnier in Oberweißbach.
Das Jahr 1991
Durch die langsame Abspaltung von der Armee und durch mehr Mitglieder, welche nicht bei der Armee waren, lautete die offizielle Bezeichnung des Vereins nur noch Karate-Club Bad Salzungen.
Es wurden im Laufe des Jahres 11 neue Sportler beim Deutschen Karate-Verband (DKV) gemeldet, insgesamt hatten somit 21 Sportler die DKV-Mitgliedschaft. Der Verein hatte aber durch mehr Anfänger am Jahresende ca. 30 Mitglieder. Organisator des Vereins war Holger Schwanitz. Trainingsort war die Turnhalle der Richard-Reich-Schule in Bad Salzungen.
Das Gründungsjahr 1992
Anfang des Jahres trug der Verein noch die Bezeichnung Karate-Club Bad Salzungen. Bis zum Sommer wurden 22 neue Mitglieder an den DKV gemeldet. Trainer waren Gheorghe Giurgiu, Holger Schwanitz und einige Trainingseinheiten leitete Herr Schoknecht. Man trainierte weiterhin in der Turnhalle der Richard-Reich-Schule. Das Training wurde mehr und mehr aufgeteilt und optimiert. Man begann auch an Turnieren sowie Meisterschaften teilzunehmen. Am 31. Mai des Jahres zählte der Verein 57 Mitglieder (davon waren 45 männlich und 12 weiblich), davon hatten 33 die DKV-Mitgliedschaft.
Sehr erfolgreich waren die neuen Anfängerkurse im Herbst des Jahres. Die Mitgliederzahl stieg erheblich, Karate zu betreiben wurde gerade in der Zeit in gesamt Deutschland, vor allem im Osten des vereinten Landes immer populärer.
Um im Thüringer Karateverband zu verbleiben, musste man allerdings eingetragener Verein werden, sich Satzung und Vorstand geben. Das geschah dann auch auf Initiative von Holger Schwanitz hin im Dezember des Jahres.
Die Gründungsversammlung
"Am Mittwoch, dem 23.12.1992 um 18.00 Uhr fand in Wilprechtroda, im Versammlungszimmer der Gaststätte "Zur Linde" die Beschlussfassung über die Gründung des Sportvereins "1. Karate-Club Bad Salzungen e.V." statt. ...
Dazu waren, wie aus der beigefügten Anwesenheitsliste ersichtlichen, 17 Personen erschienen"
Auszug aus dem Protokoll der Vereinsgründung
Tagesordnung:
- Aussprache über die Gründung des Sportvereins
- Beratung, Diskussion und Festlegung der Satzung des Sportvereins
- Wahl des Vorstandes
- Wahl des Kassenprüfers
- Verschiedenes
Gegen die Tagesordnung wurde kein Widerspruch erhoben.
Dem von Holger Schwanitz verteilten Satzungsentwurf wurde nach Verlesung und Konkretisierung zugestimmt. "Herr Schwanitz stellte daraufhin fest, dass der Sportverein "1. Karate-Club Bad Salzungen e.V." gegründet ist."
Der gewählte Vorstand:
Vorsitzender : Schwanitz, Holger
Stellv. Vorsitzender : Giurgiu, Gheorghe
Kassenwart : Gläser, Horst
Frauenwart : Walther, Doris
Jugendwart : Rosenstock, Sebastian
Pressewart : Malsch, Bert
Kassenprüfer : Schäfer, Jürgen und Schmidt, Lothar
Ende der Versammlung war gegen 21.30 Uhr. Alle erforderlichen Schritte zum Erlangen der Rechtsfähigkeit sollten sofort unternommen werden.
Gründungsmitglieder waren:
Holger Schwanitz, Doris Walther, Sandy Kleffel, Nicole Stephan, Lothar Schmidt, Horst Gläser, Sascha Fürstenberg, Mario Lemke, Michaela Klinger, Matthias Schien, Philipp Gläser, Hans-Jürgen Schäfer, Dominique Schäfer, Andreas Mohr, Sebastian Rosenstock, Gheorghe Giurgiu, Bert Malsch
Das Jahr 1993
Offizielle Bezeichnung des Vereins war nun "1. Karate-Club Bad Salzungen e.V.". Nach der Gründungsversammlung wurde dem Verein die notwendige Gemeinnützigkeit vom Finanzamt zuerkannt. Am 11.Januar des Jahres wurden 51 (!) Neumitglieder an den DKV gemeldet. Kurz darauf am 21.2. zehn weitere Sportler. Die sportliche Leitung hatte Gheorghe Giurgiu. Es wurden 5 Gruppen gebildet, vier GruppenUnsere Aufnahmeurkunde in den Landessportbund unterteilt anhand des Alters und eine fortgeschrittene Gruppe.
Am 06. April ist der Verein als ordentliches Mitglied in den Landessportbund Thüringen aufgenommen worden, wo er unter der Nummer 060086 registriert ist. Die Bestandserhebung ergab 109 Mitglieder (72 männlich und 37 weiblich).
Die ersten Erfolge für den Verein auf Wettkampfebene erreichten im Herbst beim Mitteldeutschen Pokal in Gotha Sebastian Rosenstock (2. Platz Kumite) und Irina Kölbel (4. Platz Kata). Einige Sportler versuchten sich bei der Kinder- und Jugendmeisterschaft in Jena.
Im September des Jahres nahm der Verein an der Sportshow zur Eröffnung der neuen Sporthalle des Gymnasiums Bad Liebenstein teil und wurde für seine Darbietung sehr gelobt.
Im Dezember des Jahres präsentierte man sich zum Sport- und Presseball im Burgseestadion.
Leider sprangen etliche Mitglieder im Laufe des Jahres schon ab, so dass am Jahresende 52 männl. und 25 weibliche Mitglieder gezählt wurden.
Das Jahr 1994
Während des Jahres konnte man 57 (!) neue DKV - Mitglieder anmelden. Grund waren die sehr gut besuchten Anfängerkurse im Frühjahr und nach den Sommerferien. Allerdings verließen auch etliche Jugendliche den Verein. Ende des Jahres hatte der Verein 57 männliche und 26 weibliche Mitglieder. Es war das Jahr der Festigung und des unermüdlichen Trainings, was im November belohnt wurde. Denn besonders erfreulich war der große Erfolg auf den 2. Kinder- und Schülermeisterschaften im November in Goldbach. Mit Susen Heger konnte man den Vize-Meister in der Disziplin Kata-Einzel Mädchen stellen. Pierre Lübke, Martin Rosenstock und noch einmal Susen Heger errangen den 3. Platz beim Kata Mannschaftswettbewerb und verwiesen ihre Vereinskameraden Nancy Anschütz, Peggy Schien und Daniela Siebert auf den 4. Platz.
Das Jahr 1995
Erstaunlich am Jahre 1995 war, dass die Mitgliederzahlen größtenteils konstant blieben und zum Jahresende sogar um 39 Sportler höher lagen, denn im Verein zeigten sich einige Probleme. Allerdings waren die durchgeführten Selbstverteidigungsschnupper- und Anfängerkurse gut besucht.
Stolz war man auf den ersten Dan-Träger im Verein, Gheorghe Giurgiu. Ein Verein wie der unsrige, der als 6. Verein dem Thüringer Karateverband beitrat und somit einer der ersten war, die Karate populär machten, der dazu noch recht viele Mitglieder hatte, brauchte einen Schwarzgurt. Doch leider währte die Freude nicht lange, denn Gheorghe konnte wegen beruflicher Gründe immer weniger Trainingseinheiten geben, bis er dann überhaupt nicht mehr am Trainingsbetrieb teilnahm. Überhaupt ergaben sich einige Änderungen in der Aufteilung der Trainingsgruppen. Als Übungsleiter waren nun hauptsächlich Doris Walther, Horst Gläser und Matthias Schien beschäftigt, da auch Holger Schwanitz beruflichen Veränderungen entgegen sah.
Um das Training noch effektiver gestalten zu können, absolvierten Horst Gläser und Matthias Schien die Ausbildung zum C-Lizenztrainer, die sie im Dezember mit bestandener Prüfung abschlossen.
Einziger Wettkampferfolg, aber der erste 1. Platz in der Vereinsgeschichte, war der Sieg von Christian Berkes in der Disziplin Kumite-Einzel der Weißgurtkinder beim Wartburgpokal in Gotha.
Das Jahr 1996
Dieses Jahr kann ohne Frage als das Jahr des sportlichen Erfolges bezeichnet werden.
Das gesamte Jahr über wurde kontinuierlich an der Qualität des Trainings gearbeitet. Bei den Minis war es die gute Arbeit der Barchfelder Trainerin Doris Walther, bei den Schülern und Jugendlichen die von Horst Gläser und Matthias Schien. Den Grundstein jedoch legte immer noch Holger Schwanitz durch seine Arbeit im Grundschulbereich.
Bei den Thüringer Meisterschaften der Jugend, Junioren und Senioren holte einmal mehr Sebastian Rosenstock den 2. Platz im Kumite. Philipp Gläser komplettierte den Erfolg durch seinen 3. Platz ebenfalls im Kumite.
Bei den Kindern und Jugendlichen fand die erste Bewährungsprobe beim Kinder- und Jugendsporttag statt. Im Herbst versuchte man sich dann beim Wartburgpokal in Gotha. Am 3. September wurde in der Disziplin Kumite gekämpft. Ein erster Platz (Marko Grigoleit) sowie zwei 2. Plätze (Karen Weibrecht, Christian Berkes) ließen schon auf die Wettkämpfe im Kata-Bereich hoffen, welche dann am 1.Dezember stattfanden. Und dort räumte man erstmals richtig ab. Drei oberste Treppchen, zwei 2. und 3. Plätze sowie zwei fünfte Plätze (siehe Zeitungsartikel). Die Trainer waren außer sich vor Freude und wurden endlich für ihre harte Arbeit belohnt.
Weiterhin hatte man am Jahresende die Mitgliederzahl fast gehalten (71 männliche und 35 weibliche Sportler), vier Mitglieder waren Träger des braunen Gürtels). Man besuchte viele Lehrgänge und konnte das Erlernte im Verein weitergeben.


